Sonntag, 17. Mai 2009

Zeit

Sie ist momentan meine größte Feindin. Jedes Mal wenn ich an sie denke, dreht sich mein Magen rum. Ich kann sie wirklich gar nicht leiden. Sie treibt mich in den Wahnsinn und raubt mir den Verstand. Sie vergeht viel zu schnell, passt ihre Geschwindigkeit nicht an mich an und nimmt keine Rücksicht. Nimmt keinerlei Rücksicht auf Verluste. In fast jedem Lied wird sie thematisiert. In fast jedem Gedicht wird sie beschrieben. Die Einen wollen mehr von ihr, die Anderen wollen sie zurück und Manche wollen, dass sie vergeht. Doch sie passt sich keinen Wünschen an. Sie kann es niemandem recht machen und versucht es erst gar nicht, sondern geht einfach ihren eigenen Weg. "Sie" ist die Zeit. 


Warum ich die Zeit momentan nicht mag ist eigentlich recht simpel. Sie vergeht für mein Empfinden nicht nur zu schnell, sondern sie lässt mir dabei auch noch dazu keinerlei Chance durchzuatmen um mich mit ihr auseinander zu setzen. Ich fühl mich wie ein trotziges kleines Kind, weil ich in die Welt hinausschreien will: ICH WILL NICHT,DASS DIE ZEIT VERGEHT! Doch leider habe ich keine Chance. Die Zeit vergeht und nimmt mir mit jedem Wort, das ich hier schreibe die Hoffnung, die vergangenen Stunden zu wiederholen bzw. zurückzuholen

Ich sehne mich nach der Vergangenheit weil ich Angst vor der Zukunft habe und zu viel Respekt vor dem Jetzt um es zu genießen.

Ich sehe mich vor allem zu der Zeit zurück, die mein Leben verändert hat. Hierbei handelt es sich um meine ersten Jahre als stolzes Mitglied der besten Theater AG der Welt. Mit diesen Jahren verbinde ich viele der besten Erinnerungen, die sich mittlerweile in 18 Jahren in meinem Kopf angesammelt haben. Ich habe nicht nur einige der wichtigsten Personen meines Lebens kennen und lieben gelernt, sondern auch viel über mich selbst erfahren. Ich war jedoch immer Realist, immer auf der Höhe des Geschehens und habe jede Sekunde dieser Zeit genossen. Ich kann mir nicht vorwerfen nicht gelebt zu haben während dieser Zeit, ich kann mir nicht vorwerfen diese Zeit einmal nicht als Geschenk angesehen zu haben. Zu wissen jedoch, dass es nie wieder so sein wird wie damals, dass es nie wieder ein solches Gruppengefühl mit diesen Leuten geben wird, dass wir vielleicht jahrelang nicht mehr in dieser Konstellation zusammenkommen werden und zu wissen, dass jeder von uns sich in eine andere Richtung (geistig und geographisch) entwickeln wird, das macht mich sehr traurig. Zugleich bin ich dankbar für die vielen schönen Momente, die ich erleben durfte. Doch gerade jetzt, wo die Schule mir den letzten Nerv raubt, denke ich viel zu oft an diese Zeit zurück. Soll bedeuten: dadurch, dass die Gegenwart nicht gerade der Knüller ist erscheint die Vergangenheit in einem noch viel besseren Licht als sie sowieso schon ist. Erschwerend kommt hinzu, dass meine Angst vor der Zukunft immer weiter zunimmt. Überall wird man nun mit Fragen wie "Was machst du nach dem Abi? Was willst du studieren? Oder erstmal ins Ausland? Was machst du nach dem Studium? Findet man da überhaupt einen Job?" bombardiert. Not really helping, people

Die nervtötende Gegenwart plus die angsteinflößende Zukunft ergeben bei mir eine Mischung, die zu einem Sehnen nach der Vergangenheit führt. Und diese Mischung ist momentan "explosiv" und zerstörerisch. Ich weiß, dass ich mich in einem Teufelskreis befinde, denn umso trauriger ich darüber bin, dass die Vergangenheit vergangen und unwiederbringlich ist, desto mehr verschlimmert sich meine Gegenwart und desto mehr Angst habe ich vor der Zukunft. Noch habe ich keinen Weg entdeckt aus diesem Teufelskreis auszubrechen, noch befinde ich mich mittendrin. Ich würde ja sagen, ich hoffe, dass die Zeit eine Lösung bringt, aber ich traue ihr nicht mehr. Ich will ihr nicht mehr trauen. Ich will sie verfluchen und hassen. So recht funktionieren will das allerdings nicht, denn der heutige Tag (vor allem der heutige Mittag) war ungefähr überragend und dafür müsste ich eigentlich der Zeit danken. Doch das kann ich nicht. Ich will sie hassen. 


Lern in der Zeit dein Urbild finden,

geht dem Leben Hand in Hand,

es gilt den Stoff zu überwinden

Tod ist des Lebens höchstes Unterpfand.

 

Prüfe, was Bestand verleiht;

Starrheit ist nicht Festigkeit.

 

Dreifach kommt die Zeit:

Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,

pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,

ewig still steht die Vergangenheit.

(Friedrich von Schiller)



Dabei möchte ich es nun belassen. 
Die Zeit raubt mir einfach meine Kraft und meine Hoffnung. Jetzt gilt es durchzuhalten. Wünscht mir Glück dabei. 

Alles Liebe,
die Jen

Mittwoch, 13. Mai 2009

Liebe

Liebe - [ˈliːbə] - inniges Gefühl der Zuneigung für jemanden oder etwas (de.wiktionary.org)


So oder ähnlich wird die Liebe definiert. Obwohl man die Liebe in bestimmte Sparten einteilen kann, wie beispielsweise 'Elternliebe', 'Selbstliebe', 'Freundesliebe' oder 'geschlechtliche Liebe', trifft diese Definition dennoch den wahren Kern dieses Empfindens. Die Liebe ist wohl das stärkste und intimste Gefühl, das ein Mensch geben oder empfangen kann. Zu lieben und geliebt zu werden ist erfüllend oder schmerzend, ist beruhigend oder verwirrend, ist ein Traum oder die Hölle.
Obwohl es eine bestimmte Kategorisierung der Liebe gibt, beruhen doch alle Varianten dieser auf den gleichen Prinzipien, Vorstellungen und Hoffnungen. Sie alle streben danach, dass wir am Ende mit Liebe glücklicher sind als zuvor ohne.
Die Elternliebe ist elementar. Sie entsteht bereits dann, wenn wir noch nicht geboren sind. Die Elternliebe ist essentiell für unseren weiteren Lebensweg, ist bedeutend dafür, ob und wie wir später lieben können. Da ein Kind zumeist als das Resultat aus einer "körperlichen Vereinigung" (wikipedia.de) zweier sich liebenden Menschen hervorgeht spielt schon hier die Liebe eine wichtige Rolle. Die Liebe der Eltern und Familie wird jedoch allzu oft als selbstverständlich angesehen und nicht als erstrebenswert. Allerdings ist diese Liebe wohl die einzige, die einen Menschen dazu bringt, ohne jeglichen Kompromisse einen anderen Menschen zu lieben. Ohne, dass dieser Mensch etwas besonderes getan oder gesagt hat, wird er geliebt. Dies ist die Liebe in perfekter Vollendung. Obwohl man sich auch als Kind vor seinen Eltern des Öfteren rechtfertigen muss oder sich auch für bestimmte Dinge verantworten muss, ist es nahezu unmöglich die Liebe der Eltern und Familie zu gefährden und zu verlieren.



Die Freundesliebe jedoch ist weit leichter zu verlieren, da oftmals der Fehler gemacht wird, diese zu schnell auszusprechen. Wie schnell werfen die Jugendlichen heutzutage mit dem Begriff der Liebe um sich? Wie schnell hat ein Kind ein "hdl" (=hab dich lieb) ausgesprochen oder per sms verschickt. Es ist geradezu selbstverständlich den Gruß in eine "hdl"-Nachricht zu verwandeln, sonst könnte der Empfänger ja meinen, man wäre sauer oder ähnliches. Es ist verrückt, wie leichtsinnig mit dem Liebesbegriff umgegangen wird. Und das obwohl solch ein Zuspruch zu schwerwiegenden Herzverletzungen führen kann, denn ein Mensch, den ich liebe kann mich doch bekanntlich viel mehr verletzen, als ein Mensch, den ich nicht liebe. Ein von mir ausgesprochenes "Ich liebe dich" macht mich verletzlich, denn es bedeutet, dass ich mein Herz geöffnet habe. Die Frage, die sich stellt ist, ob ich das will? Und wenn ich einsehe, dass es gefährlich werden kann, warum wird dann damit so leichtfertig umgegangen? An den Wänden der Schultoiletten steht beispielsweise überall "Ich liebe dich" oder gegebenenfalls auch "I love you" (um internationaler und cooler zu sein und um zu zeigen, dass man sich gekonnt mehrsprachig ausdrücken kann). Mir ist durchaus bewusst, dass das ganze Leben auch als ein "Streben nach Liebe" angesehen werden kann, doch warum muss man sich da so hineinsteigern? Und wie kommt es eigentlich, dass es für manche das einfachste der Welt zu sein scheint, die drei Worte "Ich liebe dich" jedem beliebigen an den Kopf zu werfen, während andere nur sehr wenigen Leuten die Ehre erweisen diese drei Worte zu hören? Doch macht es eigentlich einen Unterschied? Ändert es das Verhältnis zu meiner Freundin/meinem Freund, wenn diese Person mir noch nie ins Gesicht gesagt hat, dass sie mich liebt, bzw. lieb hat?
Ich persönlich habe bereits schlechte Erfahrungen mit Leuten gemacht, die zu mir sagten, dass sie mich lieben, allerdings noch keine mit den Leuten, die nach dem folgenden Zitat leben

What you feel only matters to you. It's what you do to the people you say love. That's what matters. That's the only thing that counts.


Der Begriff der "hohlen Worte" kommt leider nicht von ungefähr. Allzu oft sagen Menschen Dinge, die sie nicht meinen. Jeder Mensch lügt, dass sich die Balken biegen. Doch komischerweise gehen wir davon aus, dass ein "Ich liebe dich" immer der puren Wahrheit entspricht, doch das ist leider pure Utopie. Wenn allerdings Menschen durch ihre Taten zeigen, was sie für ihre Freunde empfinden, dann ist da nichts falsches dran. Bekanntlich sagen Taten mehr als 100 Worte und dem kann ich definitiv zustimmen. In perfekter Vollendung würden dann Taten, die zeigen, dass ein Mensch viel für einen anderen empfindet, dem gesprochenen "Ich liebe dich" zuvorkommen. Ein solches Zugeständnis kann allein kein Vertrauen und keine Gegenliebe auslösen. Es sind die Taten, die dieses untermauern, auf die es ankommt.



Bei der geschlechtlichen Liebe steht nicht, wie in den verschiedensten Definitionen angedeutet, der Ruf nach Sex oder die Hoffnung auf Familie im Vordergrund, sondern vielmehr auch wieder eine Glücksvariable. Der Mensch lebt zumeist nach der Maxime: Was kann ich machen, um am Ende am Glücklichsten dazustehen? Und für die meisten Menschen stellt hier die Partnerliebe die einzige Lösung dar.

Es gibt zwei Arten von Menschen. Die, die lieben und die, die sich nach der Liebe sehnen.


Laut diesem Zitat kann man die Menschen tatsächlich einteilen in "Singles" oder "Vergebene/r". Jedoch gibt es in der Frage nach dem Glück auch hier Unterschiede, da man sowohl ein "glücklicher Single", als auch ein "unglückliche/r Vergebene/r" sein kann. Die Frage ist, warum wir, auch wenn wir verletzt werden, immer wieder nach der Liebe streben? Im Endeffekt ist es wohl leider teilweise auch fehlendes Selbstvertrauen, da ein "Ich liebe dich" meist auch ein "Du bist top" impliziert und danach sehnen wir uns wohl am Meisten. Nach Bestätigung, nach Komplimenten, nach Zuversicht, nach einem zu Hause, nach Vertrauen, nach Freundschaft, nach Treue. Kurz nach der Liebe.



Dieser kurze Blog reicht nicht annähernd an das heran, was die Liebe eigentlich ist, denn dafür ist er viel zu kurz und sie viel zu komplex. Jedoch sollte ein grober Teil hiermit abgedeckt sein.

Liebe Leser, passt auf euch auf und danke für jedes Kommentar :).
Alles Liebe,
die Jen



PS: So, love, was hälst du von deinem Liebesbericht?

Dienstag, 12. Mai 2009

Bestätigung bzw. Anerkennung

Bei meinem folgenden Blog geht es um „Bestätigung“. Es geht darum, was eine Bestätigung für uns bedeutet, woher wir sie bekommen und wie wir sie jemandem zusprechen können.

1. Was bedeutet eine Bestätigung für uns?
Zunächst einmal stellt sich die Frage, ob wir an dieser Stelle bereits differenzieren müssen zwischen den verschiedenen Personen, die eine Bestätigung aussprechen können. Soll heißen: hat eine Bestätigung von meiner besten Freunden eine bessere oder einfach eine andere Wirkung auf mich im Vergleich zu einer Bestätigung meines Lehrers? Ich persönlich empfinde eine Bestätigung meiner besten Freundin als weitaus wichtiger und erstrebenswerter. Wenn meine Freundin, die mich seit gefühlten 100 Jahren schon kennt, immer noch bemerkt, dass wir beispielsweise einfach ein super Zuhörer sind, dann tut das doch viel besser, wie wenn mein Mathelehrer zu mir sagt: Gut, du hast das richtige Ergebnis, weiter geht’s. Zumindest bedeutet mir das Kompliment von meiner Freundin mehr. Vor allem, wenn man froh sein kann, eine Freundschaft zu haben, die geprägt ist von Ehrlichkeit, dann tut ein positives, ehrliches Wort umso besser. Wir reden hier nicht von den großartigsten Liebesbekundungen der Geschichte. Wir reden von einem einfachen „Ich find dich top“ oder auch „So wie du das machst ist es echt gut“ oder ähnlichem. Es muss nicht immer gleich ins absolute Schwärmen ausarten. Ich persönlich freue mich viel mehr über ein ehrlich gemeintes „Du bist top“, als über ein erlogenes Geschenk, doch so geht es wahrscheinlich den meisten meiner Lesern. Allerdings empfinde ich es als sehr wichtig, die Person, die mir eine Bestätigung zuspricht auch zu kennen und dann eben auch zu lernen, manche Gesten zu deuten. Ein Beispiel dafür ist eine meiner Freundinnen aus Amiland. Ich habe mit der Zeit gelernt, dass sie kein große „Rednerin“ ist, d.h., dass sie nicht oft „Jen, I love you“ gesagt hat, jedoch wurden mir mit der Zeit ihre Gesten bewusst, durch die sie mir eben genau das zu verstehen gab. Ihr habe ich auch folgendes Zitat aus dem Film „The last kiss“ gewidmet:

„What you feel only matters to you. It’s what you do to the people you love, that’s what matters. It’s the only thing that counts.“

So ist es doch im Endeffekt auch, oder nicht? Als ich irgendwann lernte, ihre Gesten zu deuten und so auch lernte, zu erkennen, dass sie mir immer wieder ihre Anerkennung zusprach wurde ich ausgeglichener und glücklicher. Denn ich denke, jeder Mensch braucht Anerkennung. Jeder Mensch will eine Bestätigung für sein Handeln und jeder Mensch genießt diese Anerkennung unterschiedlich. Bei mir ist das folgendermaßen: ich habe das Gefühl, als bräuchte ich in der letzten Zeit besonders viel Bestätigung, einfach deshalb, weil ich sie mir, danke momentan fehlendem Selbstbewusstsein, selbst nicht geben kann. Jedoch kommt es mir gleichzeitig so vor, als könnte ich diese nicht annehmen. Ich sehe das sogar als eine meiner momentan größten Schwächen: ich kann keine Bestätigungen annehmen. Die Crux dabei ist, dass ich das so gern würde und es auch so nötig habe. Ich glaube, Bestätigung ist das, was uns weitermachen lässt. Anerkennung für unsere Taten ist wie der Treibstoff, der uns am Leben hält. Ohne diese Anerkennung verdursten wir. Wir scheitern am Leben, wir verhungern an Selbstzweifeln. Wir sterben (innerlich).

2.Woher bekommen wir Bestätigung?
Das ist, denke ich, von Mensch zu Mensch verschieden. Manche Menschen bekommen ihre Bestätigung aus schulischem Erfolg, sprich aus guten Noten. Andere bekommen ihre Bestätigung aus sportlichem Erfolg, wie beispielsweise ein gewonnenes Spiel oder sogar Turnier. Wieder andere ziehen ihre Bestätigung aus zwischenmenschlichen Beziehungen und ganz andere ziehen sie aus einer Kombination all dieser Möglichkeiten. Im Endeffekt ist es egal, woher wir sie bekommen. Es ist egal, was uns Bestätigung bietet, egal, welche Art der Anerkennung wir bekommen. Hauptsache, wir bekommen sie. Und auch, wenn wir sie manchmal erst später bemerken, die Hauptsache ist, dass wir sie bemerken. Ich bekomme meine Bestätigung eigentlich ausschließlich durch meine Freunde und Familie. Sport und Schule tangieren mich in diesem Punkt wirklich nur peripher ;). Mich interessiert es nicht, wenn meine liebe Mathelehrerin sagt: „Jenny, das machst du gut.“ genauso wenig, wie wenn sie sagt „Jenny, was du gerade machst ist Sch****“. Ich meine das wirklich ernst. Nicht nur, dass es mich nicht interessiert, aber manchmal rege ich mich sogar richtig über so Sachen auf. Für wen halten sich manche Lehrer eigentlich? Aber das ist wieder ein anderes Thema...
Ein positives Wort meiner Freunde hilft mir hier umso mehr. Egal welche Art der Bestätigung es ist, es tut mir einfach gut. Egal, ob ein Freund mir zustimmt, mich in einer Diskussion verteidigt oder mich wegen etwas lobt – ich genieße und schätze diese Art der Bestätigung wirklich sehr. Daraus ziehe ich meine Bestätigung.
Jedoch gibt es seit neuem auch eine sehr persönliche Art der Bestätigung für mich und das ist die des Blut- und Knochenmarkspendens. Ich will an dieser Stelle weder für diese Dinge werben, noch mich in irgendeiner Art als „guten Menschen“ oder ähnliches darstellen. Ich will nur sagen, dass diese Art der Bestätigung mir sehr hilft. Es gibt mir einfach das Gefühl, etwas Gutes getan zu haben und das macht mich stolz.

3. Wie können wir jemandem Bestätigung zusprechen?
Auch das ist sehr verschieden. Bei den meisten Menschen genügt es bereits sie in irgendeiner Art und Weise zu unterstützen und ihnen ein gutes Wort zuzusprechen. Auch hier bedarf es ein gutes Zeitmanagement, denn ein solches unterstützendes Wort tut noch besser, wenn es unerwartet kommt und ausgesprochen wird. Dennoch sollte es nicht gespielt sein, sprich nicht: „Oh, meine Freundin bekommt eine 0 Punkte-Klausur zurück, ich sag ihr lieber mal, dass sie eig. Recht top ist“. Es geht um einfache, pure Ehrlichkeit. Wenn man es ehrlich meint, dann wird das auch der Gegenüber erkennen und die Bestätigung viel mehr zu schätzen wissen. Wie breits erwähnt geht es nicht um große Gesten. Manchmal bewirkt ein ehrliches „Ich mag dich“ viel mehr als ein dahergesagtes „Ich liebe dich“.

Viel Spaß beim Ausprobieren.
Passt auf euch auf.
-Jen

Verlust

Egal ob es sich um eine Freundschafts- oder um eine Liebesbeziehung handelt, das Thema „Verlust“ spielt eine sehr große Rolle in jeglicher Art der zwischenmenschlichen Beziehungen. Denn es gilt diesen zu verhindern. Es gilt sogar, dieses Thema gar nicht erst zu erwähnen. Und doch hängt es irgendwie über uns und über jeder Art des menschlichen Beisammenseins, ausgenommen möglicherweise der Familie. Diese Ausnahme kann jedoch nur bestehen, falls wir den Tod als Art des Verlusts ausschließen. Das will ich jedoch nicht tun. Denn obwohl der Tod meist etwas plötzliches ist und die Schuldfrage nicht aufwirft, ist es doch die gröbste Art des Verlusts. Nach dem Tod einer geliebten Person besteht nicht mehr die Chance, Dinge zu klären, anzusprechen oder überhaupt zu diskutieren. Meine Mutter meinte immer, dass man nie im Streit auseinander gehen solle, eben aus genau diesem Grund. Vielleicht nicht immer im Hinblick auf eine Todesfolge, aber dennoch im Hinblick auf die Möglichkeit eines Unfalls oder ähnlichem.
Wenn wir uns jedoch gedanklich mal von dieser krassen Art des Verlusts entfernen, so müssen wir feststellen, dass auch „abgeschwächtere“ Arten des Verlusts einen großen und vergleichbaren Schmerz hinterlassen. So ist der Verlust der besten Freundin oder des Lebensgefährten manchmal wie ein sog. „kleiner Tod“, den man durchstehen muss. Es ist wohl einer der größten Schmerzen, die man empfinden kann, wenn man feststellt, bzw. feststellen muss, dass man sich entweder auseinander entwickelt hat oder einfach keine Gesprächsthemen mehr hat oder auch, wenn ein Vorfall die Freundschaft schädigt. Jeder, der das in irgendeiner Art und Weise erlebt hat, weiß, was es heißt, das Gefühl zu haben, als würde das eigene Herz auseinander brechen und als würde mit jedem weiteren Tag immer mehr Kraft aus einem entweichen. Es fehlt nicht nur die Kraft sich morgens aus dem Bett zu quälen, sondern es fehlt auch die Kraft mal logisch über die Erlebnisse nachzudenken. Wir schaffen es nicht, unseren Schmerz abzuwägen. Uns fehlt die Kraft zu entscheiden, ob der Schmerz, in dieser Art und Weise gerechtfertigt und überhaupt berechtigt ist. Alles was wir können ist, dass wir den Schmerz fühlen, doch gleichzeitig fühlen wir uns gefühllos. Wir denken, dass wir nie wieder lieben können und auch, dass wir nie wieder so leiden werden. Wir wollen nie wieder unser Herz so öffnen, nie wieder unsere Gefühle so offen darlegen, nie wieder jemandem die Chance geben uns so zu verletzen. Und doch, tun wir es. Irgendwann überwinden wir auch den größten Schmerz. Irgendwann fühlt es sich nicht mehr so schlimm an, obwohl ich fest davon ausgehe, dass jede Art von Verlust irgendwo in unserem Herz verankert ist und wir diesen Schmerz, der uns so lange begleitet hat, nie vergessen werden. Vielleicht ist das auch gut so. Vielleicht ist es gut so, da wir dann bei der nächsten Freundschaft oder Liebesbeziehung uns nicht gleich so reinsteigern. Doch egal, wie schlimm der Schmerz ist, irgendwann lieben wir wieder, irgendwann vertrauen wir wieder und irgendwann leben wir wieder.

Auch ich habe schon Erfahrungen mit dieser Art des Verlusts machen müssen. Wobei ich im Nachhinein sagen muss, dass diese Erfahrung mich hat wachsen lassen. Ich bin dadurch überhaupt zu einer starken Frau geworden. Ich weiß, was es heißt, Freunde zu verlieren, ich weiß, was es heißt, nicht aus dem Bett aufstehen zu wollen, ich weiß, was es heißt, zu leiden. Ich weiß, dass ich seit diesem Verlust nur noch schwer Menschen vertrauen kann und falls mein Vertrauen in die Menschen heute gebrochen werden sollte, dann wäre der Schmerz umso größer. Ich muss zugeben, dass es schwerer geworden ist mein Vertrauen zugesprochen zu bekommen. Doch genauso, wie diese Zeit mich geprägt hat, so prägt mich auch die momentane Situation, in der ich lerne, wie gut „Vergebung“ tut. Dass es gut tut diese zu bekommen ist mir bekannt und auch logisch. Doch ich wusste nie, wie schön es sein kann, diese Vergebung selbst auszusprechen. Mir war nicht bewusst, dass es darum geht. Es war mir nicht bewusst, dass ich diese ausspreche. Es war mir so lange nicht bewusst, bis meine liebe Bäb gestern (!) meinte: „Ich weiß jetzt, was es ist. Es ist Vergebung.“, und sie hat völlig Recht. Seit ca. 1,5 Jahren spreche ich fast täglich eine bestimmte Art der Vergebung aus und das tut mir gut. Es lindert nicht den Schmerz, den ich damals empfand und es schmälert nicht die Dinge, die mich damals verletzten. Doch es tut mir gut. Aus irgendeinem Grund denke ich manchmal, dass genau das es ist, was wir in der Welt gebrauchen könnten. Ich rede jetzt bestimmt nicht davon, dass es mehr Leute wie mich geben sollte, das bitte nicht falsch verstehen. Ich rede davon, dass wir mehr verzeihen sollten. Natürlich sind der Verlust und der daraus folgende Schmerz riesig. Und natürlich denken wir, dass wir nie verzeihen werden. Aber irgendwann sind wir so an dieser Erfahrung des Verlusts gewachsen und reifer geworden, dass wir es schaffen können. Wir können vergeben.
Es gibt zu dem Fakt, dass „Verlust“ uns wachsen lässt und uns vielleicht auch „besser“ macht ein sehr schönes (englisches) Zitat von Elizabeth Kubler Rose, das folgendermaßen lautet:

„ The most beautiful people we have ever known are those who have know defeat, known suffering, known struggle, known loss and have found their way out of the depths. The persons have an appreciation, a sensitivity, and an understanding of life that fills them with compassion, gentleness, and a deep, loving concern. Beautiful people do not just happen.“

Das ist genau das, was auch ich ausdrücken will. „Verlust“ macht uns zu den Menschen die wir sind. Und nicht, dass ich irgendjemandem wünschen würde, was mir damals passierte, jedoch sehe ich heute, mit einer gewissen Distanz, dass es mich definitiv zu einem besseren Menschen gemacht hat.

Das wars erstmal. Es ist jetzt fast halb 1 und ich muss mal ins Bett ;).
Redet mit mir über gerade Gelesenes. Mich interessiert eure Meinung.

Passt auf euch auf.
Alles Liebe,
Jenny

Zukunftsgedanken

Die alles entscheidenden Fragen in wohl unser aller Leben sind: „Was wird die Zukunft bringen? Was liegt noch vor mir? Und was kann ich tun, um meine eigene Zukunft zu beeinflussen?“ Außerdem müssen wir uns bei diesen Fragen überlegen, ob wir eine Antwort überhaupt wissen wollen. Will ich wissen, was meine Zukunft mir bringen wird? Und zwar mit jedem Detail, das dazugehört? Egal ob positive oder negative Dinge? Ich bin mir nicht sicher. In dem Film „Klick“ bekommt der Hauptdarsteller Adam Sandler die Möglichkeit sein Leben mit Hilfe einer Fernbedienung zu koordinieren und gegebenenfalls vorzuspulen oder gar ganze Kapitel zu überspringen. Vor lauter Eifer und Freude darüber, sogar einen Streit mit seiner Frau einfach so zu überspringen, übertreibt er es etwas und spult sein Leben irgendwann soweit vor, dass er den Tod seines Vaters verpasst. Einzig und allein die Frage, wie seine Zukunft aussehen wird leitet ihn dazu diesen (nicht rückgängig machbaren) Weg einzuschlagen. Obwohl er weiß, dass er nicht zurückspulen kann, gewinnt die Frage nach dem „Was wird kommen“ die Überhand. Glücklich wird er dadurch nicht. Soll heißen: Warum fragen wir uns ständig was kommen wird, anstatt im Hier und Jetzt glücklich zu sein? Die Frage nach der Zukunft macht uns in der Gegenwart meist unglücklich, doch ist das der Sinn und Zweck? Wenn’s so einfach wäre, dann würden sich ja nicht seit Hunderten von Jahren alle promovierten oder auch selbst ernannten Philosophen mit dieser Frage beschäftigen. Warum, wenn die Antwort so einfach ist, nämlich: „Denke einfach nicht an morgen“, machen wir uns trotzdem so viele Gedanken. Und damit nicht genug. Denn zu dem Fakt, dass wir uns Gedanken machen, kommt erschwerend noch hinzu, dass uns eben diese Gedanken in unserem gegenwärtigen Leben beeinflussen. Ein positiver Gedanke an die Zukunft, kann dazu führen, dass jetzige momentane Leben vielleicht als unwirklich zu empfinden oder es kann dazu führen, dass man die Gegenwart so schnell wie möglich rumbekommen will, um dann die Zukunft völlig zu genießen. Gegenwärtige Aufgaben oder vielleicht sogar Freundschaften können dadurch auf der Strecke bleiben, und was bringt uns dann der Gedanke an eine glückliche Zukunft, wenn wir die Gegenwart alleine und unglücklich verbringen müssen? Auf der anderen Seite kann der Gedanke an eine dunkle Zukunft auch keinerlei aktuell geltende Glückshormone ausschütten, sprich, auch das hilft unserer momentanen Situation nicht weiter.

Aber es muss doch einen Grund dafür geben, dass sich so viele Leute mit dem Thema „Zukunft“ auseinandersetzen. Dieser Grund ist ein sehr schmaler Weg zwischen einem „Ich will, dass meine Zukunft so aussieht: ....“ und „Ich glaube, meine Zukunft wird so aussehen....“ Wer hier ehrlich zu sich selbst ist, der wird die Wichtigkeit dieser Frage erkennen, denn wer ohne Ziel lebt und ohne in die Zukunft zu blicken seinen Alltag verbringt, der wird ein sehr schweres, unglückliches Leben führen. Deswegen gilt es, einen möglicherweise sogar träumerischen Blick in die Zukunft zu haben, der jedoch mit viel Sinn für Realität gespickt ist. Für mich gilt „Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden“ in Sachen „Zukunft“ definitiv als Leitzitat.

Ich persönlich sehe meiner Zukunft spannungsgeladen entgegen. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, was ich beruflich machen werde, wen/ob ich heiraten werde, was meine Freunde machen werden, und und und. Leider weiß ich das ja nicht, aber es lässt sich spekulieren, und genau diese Spekulationen bringen den Spaß. Ich stelle mir also vor, dass ich meinen absoluten Traummann finden und heiraten werde, dass ich mit diesem die zwei hübschesten und tollsten Kinder ever haben und einen tollen und gutbezahlten Job haben werde. Viel wichtiger jedoch als mein persönliches Glück und meine persönliche Zufriedenheit ist für mich die Traum- und Wunscherfüllung meiner Freunde. Ich wünsche mir, dass meine Freunde ihre Wünsche erfüllen können, wünsche mir, dass meine Freunde gücklich werden und bleiben und hoffe vor allem, dass sie immer noch einen großen Teil meines Lebens ausmachen werden. Ich will, dass meine Kinder nicht nur meine Schwester als Tante ansehen, sondern auch 1-2 ausgewählte Freunde, da wir auch in 10 Jahren noch in so engem Kontakt stehen werden.

Aber wer kann schon wissen, was die Zukunft bringt? Ich will mich eigentlich nicht allzu lange damit aufhalten, da ich mir nichts vorstellen will, was eh nicht passieren wird. Jedoch erwische ich mich immer wieder dabei, dass ich wieder denke: „Hey, wie wird deine Zukunft eigentlich?“ und in einem bestimmten Maße ist diese Frage auch okay.

Mich interessiert, was ihr denkt. Wie wird eure Zukunft? Was stellt ihr euch vor?
Schreibt mir oder redet mit mir ☺.

Passt auf euch auf.
Alles Liebe,
Jen

Freundschaft

Manch einer meiner lieben, treuen Blog-Leser wird sich nun wundern, warum ich nicht, wie versprochen über das Themenfeld der "Liebe" referiere, sondern nun doch über die "Freundschaft". Nunja, sagen wirs mal so: ich kann mit diesem Thema mehr anfangen, als mit dem Thema der Liebe.

Was bedeutet Freundschaft für mich? Was sind echte Freunde? Gibt es so etwas wie "beste Freunde"? Kann eine echte Freundschaft für immer zerbrechen? Und wenn ja, an was? Wie findet man wahre Freunde? Noch mehr Fragen als zuvor stehen hier zur Debatte. Die meisten kann auch ich nicht beantworten, aber zu manchen hab ich eine Meinung. And here it is:

Für mich persönlich bedeutet Freundschaft alles. Ohne meine Freunde wär ich nicht ich. Ich wär eine Ansammlung von Organen, Geweben und son Kack, ohne eigene Meinung und ohne Gefühle. Ich wäre hundertprozentig nicht wirklich glücklich. Freundschaft für mich ist mehr als nur ein Wort. Es ist einfach das Gefühl nicht alleine zu sein auf dieser Welt. Darum geht es für mich. Egal, ob ich etwas geniales oder etwas sehr trauriges erlebe, ich will es jemandem mitteilen. Will es jemandem erzählen, der mich versteht. Der mich nicht auslacht, wenn ich Scheiße bau. Jemanden, der mit mir lacht, wenn ich einen Witz erzähl. Jemanden, der mich in den Arm nimmt, wenn ichs nötig habe. Und jemanden, der weiß, was ich manchmal hören muss. Ich sage mit Absicht: "muss" und nicht "will". Es geht nicht darum jemanden zu haben, der sowieso immer mit mir übereinstimmt. Wie schön ist es doch, auch mal nicht der selben Meinung zu sein, aber dafür ehrlicherweise oft der gleichen Meinung zu sein. Das ist doch besser, als immer zu lügen, um immer die gleiche Meinung zu haben, oder nicht? Also ich persönlich finde es besser, von meinen Freunden auch mal zu hören: "Geht's noch? Jenny, des ist scheiße....", als die ganze Zeit nur: "Ja, Jenny. Du hast Recht, Jenny...." Ich empfinde es einfach als wichtiger, wenn meine Freunde mich kritisieren, und vor allem, wenn sie wissen, dass sie mich kritisieren können, weil ich viel auf ihre Meinung geben. Das bedeutet, dass ich Kritik von meinen Freunden mehr gebe und mir mehr Gedanken darüber mache, als wenn Fremde mich kritisieren. Deswegen gehört Ehrlichkeit zu den wichtigsten Tugenden einer Freundschaft. Es geht doch darum, dass wir wissen, dass jemand da ist, der uns auffängt, wenn wir fallen. Ich habe bemerkt, dass es sich viel einfach leben lässt, wenn man das weiß. Das Problem ist jedoch, dass viele Menschen uns das erzählen. Viele sagen, sie sind für einen da und enttäuschen einen dann, wenn es wirklich drauf ankommt. Das genau ist die Kunst einer wahren Freundschaft: man muss sie erkennen. Dieses Erkennen ist ein Prozess, der unterschiedliche Längen haben kann. Bei manchen Menschen merkt man sofort: "Hey, auf die kannst du dich verlassen.", bei anderen dauert dieser Prozess Jahre. Eine wahre Freundschaft hat für mich jedoch eine komplett andere Zeitrechnung als die normale Zeitrechnung, die wir kennen. Nur eine wahre Freundschaft übersteht Zeiten der Trennung. Daran erkennt man eine wahre Freundschaft.

Ich persönlich hatte zu Beginn meiner Teenie-Zeit einige Probleme mit Freunden, die bei mir das Problem aufbauten, dass ich nicht mehr so schnell Vertrauen schöpfen konnte, aus Angst enttäuscht zu werden. Nachdem ich dann etwas erwachsener wurde, habe ich wieder gelernt, Menschen zu vertrauen, einfach, weil ich gemerkt habe, dass mir sonst etwas fehlt. Dann hatte ich das Glück nach Amiland gehen zu können. Was zuvor von mir gefürchtet wurde, weil ich ja so meine Freunde verlieren könnte, wurde bald zu der besten Gelegenheit meine wahren Freunde zu erkennen. Als ich nach Amerika kam, hatte ich Angst wieder Freunde zu verlieren, da mir klar war, dass die Themen Distanz, Zeit und Selbstentfaltung zu Problemthemen werden könnten. Doch nach einiger Zeit realisierte ich zum einen, dass ich meine Freunde nicht verlieren werde und zum anderen, dass ich durch diese Zeit merken würde, wer meine wahren Freunde sind. Und es hat sich herausgestellt, dass sich manch eine, die ich vorher nicht auf dem Zettel "Beste Freundin" hatte, sich durch meine Zeit in Amiland zu eben dieser gemausert hat.

Die Frage ist jedoch: gibt es sowas überhaupt? Muss man zwischen Freunden, guten Freunden und besten Freunden unterscheiden? Ich muss leider sagen, dass ich mir nicht sicher bin. Natürlich gibt es Unterschiede im Freundschafts-Grad, aber wie misst man das? Ich persönlich habe mich dazu entschlossen, nach Freunden und Lieblingsmenschen zu unterscheiden, und während auf der Seite der Lieblingsmenschen die Zahl sehr, sehr, sehr gering ist, so ist die Zahl auf der Seite der Freunde nicht wirklich viel größer. Ich denke, es ist besser wenige Menschen zu haben, denen man vollkommen vertrauen (vgl. "Vertrauen-Blog") kann, als viele Menschen, bei denen man sich nicht so sicher ist, was man von ihnen halten soll.

Die Frage, ob eine wahre Freundschaft zerbrechen kann, muss ich leider mit "Ja" beantworten. Jedoch hat sich im letzten Jahr sehr viel bei mir in dieser Hinsicht geändert. Es geht dabei um eine Freundschaft von mir, die vor einigen Jahren zerbrochen ist. Dadurch kann ich behaupten zu wissen, was es bedeutet, eine Freundschaft zu verlieren. Jedoch kann ich auch behaupten zu wissen, dass ich weiß, wie genial es sich anfühlt, wenn eben diese verlorene Freundschaft wieder wächst und vielleicht stärker und besser wird als zuvor. Ich habe das Gefühl, als hätten wir Menschen manchmal die Möglichkeit unsere eigenen Fehler 1x zu korrigieren. Als unsere Freundschaft damals in die Brüche ging waren wir beide schuld. Es waren Fehler von beiden Seiten, die da eine Rolle gespielt haben. Doch nach einigen Jahren, in denen wir gewachsen sind und uns verändert haben, hat sich auch unser Verhältnis zueinander geändert. Wir waren dann irgendwann so "erwachsen", dass wir erkannten, dass wir doch eigentlich top Freunde sein könnten, und genauso ist das jetzt.

Wie man wahre Freunde findet ist wohl das größte Mysterium der Welt. Und auch ich kann es nicht lösen. Ich muss allerdings auch sagen, dass es mich nicht interessiert. Ich habe meine wahren Freunde. Ich habe Menschen, die ich liebe und bei denen ich mich geliebt fühle und deswegen muss ich mir keinerlei Sorgen machen, neue wahre Freunde zu finden. Klar ist es top, Freunde zu finden, aber wie man das macht? Keine Ahnung. Jedoch glaube ich, dass ein "Suchen nach Freunden" nicht funktioniert.

Oder wie sieht ihr das? Naja, ich hör dann mal auf. Mein geliebter HSV spielt jetzt gegen den KSC, und wer ist da im Stadium? Na, die Jenny natürlich ;-). Wie schon oft erwähnt, freue ich mich, eure Meinung zu hören.

Passt auf euch auf.
Alles Liebe,
die Jenny

Vertrauen

Nachdem mein letzter Blog den meisten Lesern doch gefallen oder zumindest einen Denkanstoß gegeben hat, kommt nun der zweite Blog, den man in die gleiche Kategorie setzen könnte. Dieser behandelt das Thema: Vertrauen.

Gibt es etwas wertvolleres, etwas unbeschreiblicheres und etwas ausfüllenderes als die Worte: "Ich vertraue dir." ? Gibt es eine bessere Art eine Freundschaft zu bestätigen ? Gibt es genialere Wege um die Zugehörigkeit zu einer geliebten Person darzustellen und preiszugeben ? Gibt es größere Gesten ? Ich würde ganz klar sagen, nein. Die (neuzeitlich) sehr beliebten Worte "Ich liebe dich" werden einfach so gegen jede Wand und jeden Kopf geworden. Während diese Worte früher noch wirklich was bedeuteten und man auch in manchen Filmen sieht wie schwer sich die Helden des Films damit tun diese Worte zu benutzen, desto öfter hört oder liest man sie mittlerweile. Man hat den Anschein als würden sie bezüglich manchen Personen leider an Wert verlieren. Umso wichtiger wird das Vertrauen. Wer hört denn schon den ganzen Tag: "Ich vertraue dir!" ? Also ich nicht, und genau das macht das so besonders. Zunächst muss man erstmal festlegen, was es überhaupt heißt jemandem zu vertrauen. Heißt das, ich vertraue meiner Frisörin, wenn sie mir die Haare schneidet oder heißt das, ich vertraue meiner besten Freundin, dass sie eine Kugel für mich abfängt (um das Bild des Hollywood-Streifens zurückkommen zu lassen) oder heißt das auch "nur", dass ich meiner besten Freundin vertraue, dass sie mir nie meinen Freund ausspannen wird? Was heißt "Vertrauen"? Besonders wenn unser Vertrauen bereits gebrochen wurde fällt es uns schwer wieder Vertrauen zu anderen Menschen zu fassen (auch das eine Paralelle zur Liebe, über die ich wohl im nächsten Blog referieren werde).
Ich persönlich muss sagen, dass ich mich sehr schwer damit tue Vertrauen aufzunehmen, denn für mich habe die Wörter "Ich vertraue dir." einen sehr großen Stellenwert und ich denke man sollte diesen nicht verspielen dadurch, dass man mit diesen Worten geradezu um sich wirft. Für mich sind Personen, denen ich Vertraue mehr als nur Freunde. Mein vollkommenes Vertrauen ihnen gegenüber hebt sie geradewegs auf eine komplett neue Stufe. Das bedeutet nicht, dass ich von den Menschen, die ich nicht gerade als meine dicksten Freunden bezeichnen würde, denke, dass sie sofort all meine Geheimnisse erzählen würden. Ganz und gar nicht. Für mich hat das nichts damit zu tun.
Wenn ich zu jemandem sage "Ich vertraue dir", dann bedeutet das für mich, dass ich davon ausgehe, dass ich mich sicher fühlen kann in der Gegenwart dieser Menschen. Das heißt nicht, dass ich mich sicher fühle vor Pistolenschüssen wie zuvor erwähnt, sondern eher, dass ich mich sicher fühle vor mündlichen Kanonenschüssen, die wir Menschen leider manchmal abbekommen. Das wiederum heißt nicht, dass ich davon ausgehe, dass die Menschen denen ich vertraue gleich auf Leute, die mich fertig machen, einschlagen oder ähnliche übertriebene Handlungen ausführen. Auch darum geht es wieder ganz und gar nicht. Es geht um dieses Gefühl. Es handelt sich um ein Gefühl, dass mir Geborgenheit spendet in Situationen in denen ich es am wenigsten erwarte. Ich habe erst vor kurzem den Satz gehört "Mein Zuhause ist nicht da, wo mein Bett steht. Mein Zuhause ist da, wo meine Freunde sind, da wo ich mich sicher fühle." Für mich ist diese Feststellung perfekt. Man könnte sie lediglich durch ein " ,... da, wo ich Vertrauen schöpfen kann." noch perfektionieren.
Die paar Freunde, denen ich voll und ganz hundertprozentig vertraue können auch auf meine hundertprozentige Loyalität zählen. Denn auch wenn es gut tut gesagt zu bekommen, dass Menschen dir vertrauen, es selbst anzubieten fällt uns doch einfacher als es eigentlich sollte. Wie oft sagen wir: "Du kannst mir vertrauen!" ? Für mein Empfinden viel zu oft und das nicht mit einer bösen Absicht sondern vielmehr, weil wir vielleicht nicht wissen, was es genau heißt auf Menschen vertrauen zu können. Können wir von uns aus überhaupt sagen, dass wir wissen, welches commitment (was heißt das auf Deutsch? ups...) wir da eingehen, bzw. anbieten? Ich glaube, dass die volle Bandbreite des Vertrauens leider nur die Leute erfahren können, die schwierige Zeiten in ihrem Leben gehabt haben und die mit ihren Liebsten durchgestanden haben. Wer jedoch in einer schwierigen Zeit Leute, denen er vertraut hat, verloren hat, für den wird es umso schwieriger je wieder Vertrauen zu fassen.

Und damit kommen wir zur Kehrseite der Medaille. Denn egal wie schön es ist, jemandem Vertrauen zu können oder auch zu wissen, dass Menschen auf einen vertrauen, wie schlimm ist es dann, wenn dieses Vertrauen gebrochen wird ? Gibt es etwas schlimmeres ? Gibt es einen schlimmeren Weg eine Freundschaft zu verlieren ? Beziehungsweise: Gibt es überhaupt einen anderen Weg eine Freundschaft zu verlieren, als das Verlieren des Vertrauens ? Ich denke nicht. Ich denke, dass ein Mensch, der dachte, er könne auf besondere Menschen vertrauen und dann durch sie enttäuscht wurde, nicht schnell (wenn überhaupt) wieder Vertrauen fassen kann. Es gibt nun mal nichts zerbrechlicheres. Deswegen glaube ich, dass wir vorsichtiger damit sein sollten, wem wir unser Vertrauen zusprechen und auch auf wen wir vertrauen.

Ich habe das Glück einige Menschen zu haben, auf die ich vollkommen vertrauen kann. Diese Menschen können sich auch sicher sein, dass ich sie nie im Stich lassen oder enttäuschen würde. Sie können wahrlich auf mich vertrauen.

Wie sieht das bei euch aus? Schreibt mir, talkt mit mir, ruft mich an, gibt mir ne Rückmeldung. Wär sehr froh drüber.

Passt auf euch auf.
Alles Liebe,
die Jen

Glück

Der folgende Blog hat seltsamer Weise sogar eine sinnvolle Überschrift. Nämlich: Glück.
Was ist es, das uns glücklich macht? Wie lang hält so was an? Und kann man lernen glücklich zu sein? Fragen über Fragen, die immer, zu allen Zeiten den Menschen im Kopf rumschwirrten, doch leider muss auch ich mich geschlagen geben und sagen: ich habe keine Antworten. Warum sollte es auch mir so viel anders gehen, wie den ganzen Philosophen, Psychologen und Schriftstellern vor mir, die sich alle bereits diese Frage gestellt haben? Eben, also kann auch ich nur subjektive Antworten geben, und wen die interessieren: schön weiterlesen bitte :).

1.) Was macht mich glücklich?
Diese Frage halte ich für sehr persönlich und für die subjektivste aller Fragen. Und obwohl man meinen sollte, jeder hätte mit "Wenn's mir gut geht und ich Freunde und Familie hab" die gleiche und vielleicht auch einzige Antwort. Doch ganz so einfach ist das wohl nicht. Obwohl oben genanntes natürlich auch für mich gilt, spielen viel mehr Faktoren eine Rolle. Nehmen wir an, ich bin gesund, komme aus einem "normalen" Elternhaus mit mehr oder weniger funktionierender Familie und habe auch ein paar tolle Freunde (-> bin also glücklich), aber dann krieg ich 0 Punkte in meiner Deutsch-Klausur. Logische Folge ist nun also, dass mein Glück verschwindet. Rede ich mir das dann nur ein und sag: Man, bin ich unglücklich, weil der Rest unwichtig und selbstverständlich erscheint? Letzteres ist wohl der wichtigste Punkt. Obwohl viele sagen würden: "Mir gehts gut, solangs meinen Lieben gut geht", müssen wir uns im Klaren darüber sein und auch ganz ehrlich mit uns sein und uns selbst mal hinterfragen. Sehen wir diese Dinge nicht als selbstverständlich und geben diese Antwort nur, um unser Gewissen zu beruhigen? Außerdem ist mir schon oft aufgefallen, dass wenn Menschen gefragt werden: Hey, was macht dich glücklich?, sie erstmal antworten: Mmmh, also natürlich, dass alle gesund sind und so, und sonst, .... und dann überlegen sie erst. Das ist doch schon komisch oder nicht? Es ist doch auch gut möglich, dass es mich bereits glücklich macht, bzw. mir ein glückliches Gefühl übermittelt, wenn ich meine beste Freundin nur sehen kann. Ist das dann auch selbstverständlich oder eher nicht? Mmmh, und was ist mit Menschen, die sich selbst als "Menschenhasser" bezeichnen? Werden die dann mit einem anderen Maßstab gerechnet? Oder was ist meine automatische Reaktion, wenn mir jemand die Frage, was ihn glücklich macht, damit beantwortet, dass er meint, er ist glücklich, wenn man ihn in Ruhe lässt. Find ich das okay, komisch, weirdo, vorbildlich oder beunruhigend, weil ich ihn somit gleich als Attentäter abstemple? Mmmh, keine Ahung. Die mit Abstand ehrlichste Antwort auf diese Frage bekam ich von der Bäb während ich in Amerika war. Es war die ehrlichste Antwort, weil sie es sich nicht so einfach gemacht hat und das hat es so besonders gemacht. Anstatt zu schreiben (wie manch anderer): Familie und Freunde machen mich glücklich, aber egal, erzähl von Amiland, hat sie sich ernsthaft damit beschäftigt und wollte mir einfach eine ehrliche Antwort geben, und genau das hat diese Frage auch verdient. Man sollte nicht einfach so eine Antwort daher labern von wegen: bli bla blub, sondern man sollte es ernst meinen, was man sagt. Mir war damals, als ich Bäb das fragte, die Frage schon länger im Kopf rumgespukt, einfach weil ich meine eigene persönliche Antwort damals verloren hatte. Ich war verwirrt, wusste nicht mehr, was mich denn nun wirklich glücklich macht und wusste nicht, ob ich glücklich bin oder nicht. Bäb wusste, dass ich viel auf ihre Antwort geben würde und hat deshalb ausführlichst geantwortet. Das macht das ganze so honest and kind. Anders kann ichs nicht sagen. Nun aber zu meiner Antwort auf diese Frage. Was macht mich glücklich? Ich würde mich selbst als relativ "einfach" und umgänglich bezeichnen, und genauso wird auch diese Antwort ausfallen. Während ich in Amiland war hab ich bemerkt, was für mich wichtig ist, und vor allem konnte ich so auch feststellen, was mich glücklich macht. Ich sehe es nicht für selbstverständlich an eine gesunde und intakte Familie zu haben. Es ist einfach nicht selbstverständlich. Leider merken manche Leute dies erst, wenn sie jemanden verloren haben, sonst würde es das Zitat "Man merkt erst, wie wichtig jemand für einen war, wenn man ihn verloren hat" gar nicht geben. Ich habe Angst davor Leute, die mir wichtig sind zu verlieren, was mich weder besonders depri, noch besonders sentimental oder besonders realistisch macht. In den letzten Jahren, hab ich die Zahl der Leute, die wirklich einen Platz in meinem Herzen inne haben, sehr stark dezimiert. Manchmal wollte ich das, und manchmal hatte ich gar keine andere Wahl. Das Gute ist nun, dass die Leute, die wirklich immer in meinem Herzen bei mir sind, meine volle Aufmerksamkeit bekommen können. Amerika hat mir verdeutlicht, wer auch in solch einer Zeit zu mir steht und wer nicht. Und leider hat es mir verdeutlicht, auf wen ich zählen kann und wen nicht. Wenn ich nun also meine Freunde (und nicht viele nenn ich so) glücklich machen kann, dadurch, dass ich ihnen einfach mehr von meiner Aufmerksamkeit und Zeit schenke, dann macht allein das mich glücklich. Ich merke daran auch, wie sehr ich gewachsen bin in den letzten Jahren. Während ich früher zumindest eine Rückmeldung auf eine "gute Tat" gefordert habe, ist das mir jetzt egal. Damit meine ich einfach, dass wenn ich jemandem, der mir wichtig ist, etwas gutes tue, und mich selbst damit glücklich mache, dann brauche ich weder von dieser Person eine annähernd gleiche Geste noch ein riesig ausgeschmücktes Danke. Mir reicht dieser eine Blick. Es ist dieser Blick der Dankbarkeit, ein Blick voll mit Glück. Dieser Blick macht mich glücklich, und das ist wohl die einzig wahre Antwort. Natürlich gibt es auch andere Faktoren, die eine wichtige Rolle spielen. Zu nennen wäre hier die Musik, die ich immer mit mir rumtrage, da Paul (mein iPod) einfach immer bei mir ist, aber auch wenn der Himmel einfach eine geniale Farbe hat und ich die Zeit habe, dieses Spektakel auch zu genießen. Das macht mich glücklich. Es sind die einfachen, unbezahlbaren aber doch so kostbaren Dinge, die das Leben lebenswert und mich glücklich machen.


2.) Wie lange hält sowas an?
Wie lange bin ich glücklich, nachdem ich Paul zur Seite gelegt habe und mich wieder auf andere Dinge konzentriere? Wie lange hält dieses Gefühl an? Kann ich etwas tun, um es zu verlängern? Wenn ja, was? Doch, man sollte noch weitergehen: wenn ich etwas tun kann, um das Glück für immer an mich zu "binden", würde ich es tun? Würde ich es wollen immer glücklich zu sein? Nach was strebe ich dann, wenn ich sowieso IMMER glücklich bin? Ich finde, man sollte diese Frage immer im Hinterkopf behalten: nach was strebe ich, wenn ich sowieso immer glücklich bin? Sollten wir nicht vielleicht die kleineren Glücksmomente mehr genießen, als wir das momentan tun und uns dafür an sie erinnern, wenn die in unserem Gedächtnis verschwimmen? Ich persönlich versuche genau das. Ich versuche mich durch die kleinsten Dinge glücklich machen zu lassen:
-wenn ich morgens, ohne zu rennen meine Bahn bekomme.
-wenn ich mit dem Auto fahre und sicher am Ziel ankomme.
-wenn ich irgendwo hinkomme und die Menschen mich mit einem Lächeln empfangen.
-wenn ich wieder mal aus dem Unterricht rausgehe und mich ein kleines bisschen klüger fühle als davor.
-...
Bisher funktioniert das System, denn dadurch, dass solch einfache Dinge mich glücklich und zufrieden machen, wenn auch nur für kurze Zeit, kann ich viel ruhiger und entspannter kommenden Aufgaben entgegentreten. Für mich heißt das also: es gibt verschiedene Arten von Glück, die verschieden lang halten. Ich weiß nicht, wie es ist verliebt zu sein und dann sagen zu können: ich habe in meinem Partner mein Glück gefunden. Aber ich denke, dass dies ein länger andauerndes Glücksgefühl ist, während Kleinigkeiten im Alltag (wie z.B. für ältere Menschen vorm Zebrastreifen eine Vollbremsung zu machen) genauso glücklich machen können, obwohl sie vielleicht nicht von allzu langer Dauer sind. Wir dürfen diese Kleinigkeiten nicht unterschätzen, sondern sollten sie genießen und vollkommen auskosten, dann würden wir erfahren, was Glück wirklich ist, und wie es sich anfühlt.


3.) Kann man lernen glücklich zu sein?
Ich glaube ich habe im letzten Abschnitt der 2. Frage bereits auf diese Frage geantwortet- ups- aber egal. Ich glaube, man kann lernen glücklich zu sein. Zwar hat dies nichts mit Training im eigentlichen Sinne zu tun, aber eine kleine Denk- und Verhaltensänderung tuts auch schon. Wir (und ich sage wir, weil ich mich hier nicht rausnehme) sollten einfach die Kleinigkeiten mehr zu schätzen lernen. Warum muss es immer der 26 Millionen € Lotto-Jackpot sein, nach dessen Gewinn wir dann sagen können: Jup, ich bin glücklich. ? Warum beginnen wir nicht mal damit zu lernen, dass auch einfachere Dinge uns glücklich machen können? Ich würde empfehlen, mal zu versuchen darauf zu achten, welche Dinge wir als logisch, klar oder selbstverständlich bezeichnen, obwohl sie das gar nicht sind. Und wenn wir diese Dinge erkannt haben, dann geht es daran, diese Dinge uns glücklich machen zu lassen. Hört auf zu denken und genießt es einfach. Genießt die Kleinigkeiten im Leben, wie das aufmunternde Wort einer Freundin, das Vorbeifliegen eines Schmetterlings oder die gute Note in der Schule.



Ich persönlich habe während des Schreibens dieses Blogs viel gelernt und mit wieder bewusst machen können, und das macht mich glücklich :). Ich weiß, dass viele meiner deutschen Blog-Leser nicht im Myspace sind, und mir also kein Kommentar hinterlassen können, aber wenn ihr trotzdem das Gefühl habt, ihr müsstet mir irgendwas sagen, egal was, dann meldet euch einfach oder lasst von euch hören in der Schule oder per Telefon. Mich würde wirklich interessieren, welche Meinung bezüglich "Glück" ihr vertretet, also: talk to me :).

In diesem Sinne, eine wunderschöne gute Nacht wünsche ich. Passt auf euch auf und seid glücklich :).

Alles Liebe,
die Jenny