Dienstag, 12. Mai 2009

Zukunftsgedanken

Die alles entscheidenden Fragen in wohl unser aller Leben sind: „Was wird die Zukunft bringen? Was liegt noch vor mir? Und was kann ich tun, um meine eigene Zukunft zu beeinflussen?“ Außerdem müssen wir uns bei diesen Fragen überlegen, ob wir eine Antwort überhaupt wissen wollen. Will ich wissen, was meine Zukunft mir bringen wird? Und zwar mit jedem Detail, das dazugehört? Egal ob positive oder negative Dinge? Ich bin mir nicht sicher. In dem Film „Klick“ bekommt der Hauptdarsteller Adam Sandler die Möglichkeit sein Leben mit Hilfe einer Fernbedienung zu koordinieren und gegebenenfalls vorzuspulen oder gar ganze Kapitel zu überspringen. Vor lauter Eifer und Freude darüber, sogar einen Streit mit seiner Frau einfach so zu überspringen, übertreibt er es etwas und spult sein Leben irgendwann soweit vor, dass er den Tod seines Vaters verpasst. Einzig und allein die Frage, wie seine Zukunft aussehen wird leitet ihn dazu diesen (nicht rückgängig machbaren) Weg einzuschlagen. Obwohl er weiß, dass er nicht zurückspulen kann, gewinnt die Frage nach dem „Was wird kommen“ die Überhand. Glücklich wird er dadurch nicht. Soll heißen: Warum fragen wir uns ständig was kommen wird, anstatt im Hier und Jetzt glücklich zu sein? Die Frage nach der Zukunft macht uns in der Gegenwart meist unglücklich, doch ist das der Sinn und Zweck? Wenn’s so einfach wäre, dann würden sich ja nicht seit Hunderten von Jahren alle promovierten oder auch selbst ernannten Philosophen mit dieser Frage beschäftigen. Warum, wenn die Antwort so einfach ist, nämlich: „Denke einfach nicht an morgen“, machen wir uns trotzdem so viele Gedanken. Und damit nicht genug. Denn zu dem Fakt, dass wir uns Gedanken machen, kommt erschwerend noch hinzu, dass uns eben diese Gedanken in unserem gegenwärtigen Leben beeinflussen. Ein positiver Gedanke an die Zukunft, kann dazu führen, dass jetzige momentane Leben vielleicht als unwirklich zu empfinden oder es kann dazu führen, dass man die Gegenwart so schnell wie möglich rumbekommen will, um dann die Zukunft völlig zu genießen. Gegenwärtige Aufgaben oder vielleicht sogar Freundschaften können dadurch auf der Strecke bleiben, und was bringt uns dann der Gedanke an eine glückliche Zukunft, wenn wir die Gegenwart alleine und unglücklich verbringen müssen? Auf der anderen Seite kann der Gedanke an eine dunkle Zukunft auch keinerlei aktuell geltende Glückshormone ausschütten, sprich, auch das hilft unserer momentanen Situation nicht weiter.

Aber es muss doch einen Grund dafür geben, dass sich so viele Leute mit dem Thema „Zukunft“ auseinandersetzen. Dieser Grund ist ein sehr schmaler Weg zwischen einem „Ich will, dass meine Zukunft so aussieht: ....“ und „Ich glaube, meine Zukunft wird so aussehen....“ Wer hier ehrlich zu sich selbst ist, der wird die Wichtigkeit dieser Frage erkennen, denn wer ohne Ziel lebt und ohne in die Zukunft zu blicken seinen Alltag verbringt, der wird ein sehr schweres, unglückliches Leben führen. Deswegen gilt es, einen möglicherweise sogar träumerischen Blick in die Zukunft zu haben, der jedoch mit viel Sinn für Realität gespickt ist. Für mich gilt „Wer nichts erwartet, kann auch nicht enttäuscht werden“ in Sachen „Zukunft“ definitiv als Leitzitat.

Ich persönlich sehe meiner Zukunft spannungsgeladen entgegen. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, was ich beruflich machen werde, wen/ob ich heiraten werde, was meine Freunde machen werden, und und und. Leider weiß ich das ja nicht, aber es lässt sich spekulieren, und genau diese Spekulationen bringen den Spaß. Ich stelle mir also vor, dass ich meinen absoluten Traummann finden und heiraten werde, dass ich mit diesem die zwei hübschesten und tollsten Kinder ever haben und einen tollen und gutbezahlten Job haben werde. Viel wichtiger jedoch als mein persönliches Glück und meine persönliche Zufriedenheit ist für mich die Traum- und Wunscherfüllung meiner Freunde. Ich wünsche mir, dass meine Freunde ihre Wünsche erfüllen können, wünsche mir, dass meine Freunde gücklich werden und bleiben und hoffe vor allem, dass sie immer noch einen großen Teil meines Lebens ausmachen werden. Ich will, dass meine Kinder nicht nur meine Schwester als Tante ansehen, sondern auch 1-2 ausgewählte Freunde, da wir auch in 10 Jahren noch in so engem Kontakt stehen werden.

Aber wer kann schon wissen, was die Zukunft bringt? Ich will mich eigentlich nicht allzu lange damit aufhalten, da ich mir nichts vorstellen will, was eh nicht passieren wird. Jedoch erwische ich mich immer wieder dabei, dass ich wieder denke: „Hey, wie wird deine Zukunft eigentlich?“ und in einem bestimmten Maße ist diese Frage auch okay.

Mich interessiert, was ihr denkt. Wie wird eure Zukunft? Was stellt ihr euch vor?
Schreibt mir oder redet mit mir ☺.

Passt auf euch auf.
Alles Liebe,
Jen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen